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Cybersecurity in Bildern neu gedacht

Ein Hacker mit Kapuze vor einem Rechner, Nullen und Einsen als Beispiel für Code, Schlüssel und Schlösser, natürlich alles in eher dunklen Farben wie blau, grün, schwarz und vielleicht mal ein warnendes Rot. Wer in einer Suchmaschine nach Bildern zu Cybersicherheit sucht, findet genau das. Das Problem: egal ob Unternehmen, Entwickler oder Anwender, die Zielgruppen finden sich – auch wenn sie sich an diese Art Bildsprache gewöhnt haben – darin nicht wieder.

Cybersecurity wird primär auf Bedrohungsszenarien reduziert und damit visualisiert und nutzt so einen Motivator, der eigentlich nur sehr bedingt anschlussfähig ist. Dieses Designproblem wurde bereits 2019 von der Hewlett Foundation in einer lesenswerten Studie mit interessanten Designideen zum weiten Feld der Cybersecurity aufgegriffen.

Ausgehend davon hat die Marketing Abteilung des Fraunhofer SIT gemeinsam mit der h_da für Gestaltung ein Projekt durchgeführt, um out-of-the-box und fernab von Stereotypen, moderne Grafiken zum Thema Cybersecurity zu entwickeln. Die Ergebnisse hat Enver Simsek, der Chefgrafiker des Fraunhofer SITs auf der 19. Hub Night vorgestellt. In diesem Beitrag findet Ihr eine kleine Auswahl, die restlichen Bild könnt Ihr in seiner Präsentation und in dieser Bildergalerie ansehen.

Der Naive Nutzer: »Das wird schon alles von alleine« ist der Lieblingsgedanke des Cookies-liebenden Nutzers. Sein Wesen ist geprägt von Unsicherheit und der Macht des Verdrängens, um seinem Hunger nach Bequemlichkeit gerecht zu werden. Wir begeben uns mit ihm auf die Reise durch [un]gewohnte Welten.
Organische Wurzelwerke: Das geordnete Chaos ist angelehnt an die gigantischen Pilznetzwerke, welche das »Internet des Waldes« bilden. Die einzelnen Wurzelstränge können in beliebigen Objekten nach eigens festgelegten Maßstäben generiert werden und erzeugen so ein Wechselspiel aus organischen Wurzelgeflechten und mechanisch generierten Formen.
Digitale Identität: Alles was wir im Internet tun, wird dokumentiert und kreiert eine Art Avatar von uns bzw. unserem »Leben« im Internet. Visuell spannend ist dieses [verzerrte] zweite Ich, das Vorlieben/Interessen/Gewohnheiten des/der jeweiligen Nutzer*in kennt. Das Cyber-Ich ist ein zusammengesetztes Bild, das aus den Spuren besteht, die man im Netz hinterlässt.
Pixel Art: Durch Kindheit und Spielekonsolen der Familie der Künstlerin entstand die Idee, sich mit den Pixeln von damals zu befassen. Die 80er und die Musik der neuen Deutschen Welle inspirierten sie dazu, die alten Pixel mit dem Thema von heute zu verbinden.